Zu Fuss nach Saint-Tropez über den Küstenwanderweg

Von Pampelonne aus vor allen mondänen Villen entlangspazieren

Typ
Spaziergang
Schwierigkeit
einfach
Dauer
3 h 45 min
öffentliche Verkehrsmittel
ja
Rundtour
mit Bus
Schutzhütte
Ortschaft
Ausrüstung
Spaziergang

Einführung

Der Wanderweg an der Küste ist auf diesem Abschnitt fast durchgehend am Wasser und so kommt man vor den Villen der Reichen und anderen Halb-Berühmtheiten vorbei. Aber der Weg ist auch ein ganz typischer Küstenpfad mit toller Aussicht, wo man auch als Naturliebhaber voll auf seine Kosten kommt.

Die hier beschriebene Wanderung bietet eine Möglichkeit, zu Fuss bis an den Hafen von St. Tropez zu kommen. So vermeidet man alle anderen grundsätzlich verstopften Anfahrtswege.

Die Fakten

14,8 km Gesamtstrecke

3 h 45 min Gehzeit

100 m Gesamthöhenunterschied

Orientierung einfach

Markierung 85% der Strecke

50% leichte Wege

20% Nebenstrassen in der Stadt

15% am Strand

15% ruhige Nebenstrassen

5% Feldwege

Gefahren keine

Kinder ja

praktisch Picknick-Zeug

notwendig Trekkingschuhe, Wanderausrüstung und Wasser

GPS-Koordinaten (WGS84) des Startpunkts 43.247814,6.661925

GPS-Koordinaten (WGS84) des Endpunkts 43.828188,6.228047

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Öffentliche Verkehrsmittel

Der nächstgelegene Bahnhof ist Saint Raphaël im Osten, Toulon im Westen ist noch weiter weg. Busse fahren regelmässig von diesen beiden Bahnhöfen nach Saint-Tropez, sie sind aber oft Opfer der täglichen Verkehrsstaus in diesem ganzen Abschnitt. Man kommt meist an, aber nur ganz selten zur vorgesehen Uhrzeit. Informationen dazu gibt es unter varlib (nur französisch), im Prinzip gibt es zahlreiche Verbindungen:

Ein weiterer, wesentlich idealerer Zubringer ist eine Personenfähre. Ganzjährig kommt man von Sainte Maxime hinüber nach Saint Tropez, seltener von den anderen Häfen:

Photo © mit freundlicher Genehmigung übernommen von: Alex Medwedeff (Quelle)

Am Küstenwanderweg südlich des Cap de St. Tropez

Im Bereich der Gemeinde Saint-Tropez verkehrt ein Kleinbus auf einer fixen Runde im Uhrzeigersinn, aber mit einigen Abstechern in verschiedene Stadtviertel. Die für uns interessanten Haltestellen sind La Place des Lices (Endstation im Zentrum der Stadt), Plage des Salins (Umkehrstelle dieses Abschnitts), Pomme de Pin (Umkehrstelle an der Route de Tahiti, Pampelonne Nord). Wir werden diesen Bus für die Rückkehr zum Ausgangspunkt verwenden. Es gibt rund 5 Fahrten pro Tag, aber leider nicht täglich. Die Verbindungen zum Strand Plage des Salins ist häufiger und kann auch für diese Tour in Betracht gezogen werden. Informationen unter Öffis in St. Tropez (Nach Saint-Tropez Bus auf der Seite suchen).

Die kleine Karte zeigt eine Gesamtübersicht der öffentlichen Verkehrsmittel:
blau die Fährverbindungen zum Hafen von St. Tropez,
schwarz-weiss strichliert der Bus von St. Raphaël oder von Toulon via La Foux,
schwarz der Shuttlebus innerhalb der Gemeinde St. Tropez mit den interessanten Haltestellen,
rot der beschriebene Wanderweg.

Zufahrt

St. Tropez befindet sich im Norden einer grossen Halbinsel. Die klassische Zufahrt von der Autobahn A8 erfolgt über die Ausfahrt Le Muy und Ste. Maxime. Im Sommer ist es spätestens ab Ste. Maxime deprimierend, weil man grundsätzlich im Stau steht. Man kann auch in Le Luc abfahren und über La Garde-Freinet et Grimaud herkommen, das ist allerdings eine sehr kurvige Strecke. Beide Zufahrtsmöglichkeiten treffen sich spätestens beim riesigen Kreisverkehr in La Foux mit einem Supermarkt in der Mitte. Über die Strasse D98A geht es weiter an der Küste nach St. Tropez. An Markttagen steht hier der Verkehr.

Von Westen kommend (Toulon oder Hyères) ist die Zufahrt länger aber ruhiger. Hier fährt man von Le Lavandou nach La Croix-Valmer und dann über die Halbinsel, Ramatuelle und am Strand entlang (D93).

Von Westen gibt es eine weniger bekannte Möglichkeit, die viele Staus umgeht: zwischen Hyères und Bormes-les-Mimosas nimmt man die D98, welche hinten herum über la Môle südlich von Cogolin auf einen Kreisverkehr stösst. Kurz weiter in Richtung St. Tropez, aber am den unmittelbar darauf folgenden kleineren Kreisverkehr scharf rechts am Gewerbegebiet vorbei und weiter auf der Route de la Mort du Luc (Pfeil Tennis). Nach dem Sattel die D559 kreuzen und über Gassin und Ramatuelle zu den Stränden.

Sinnvolle Parkplätze

Alle Standabschnitte in Pampelonne haben grosse Parkplätze und sie sind ausschliesslich kostenpflichtig. Einige halten sich sogar vor, nur ihre regelmässigen Kunden parken zu lassen. Weiters sind diese Parkplätze im Winter oft gänzlich abgesperrt und so ist es in der Nebensaison oft schwieriger als im Sommer hier zu parken. Der Ausgangspunk befindet sich bei der Plage de Tahiti, das ist im Norden des langen Stands von Pampelonne und am Ende der Route de Tahiti. Etwas weiter südlich kann man auch über den Chemin des Moulins zufahren. Die Parkplätze weiter nördlich (zum Beispiel in Les Salins) sind wesentlich kleiner und schneller voll.

Im Zentrum von St. Tropez steht der grosse Parkplatz am Hafen (le Port) zur Verfügung, er ist ebenso kostenpflichtig.

Tipps

Die grösste Herausforderung besteht darin, vor Ort zu gelangen. Ein praktischer Zugang wäre es, direkt vor Ort auf der Halbinsel zu hausen. Die Angebote sind vielfältig und gehen vom Camping am Bauernhof bis hin zu unbezahlbaren Palästen. Es gibt hier auch andere Wanderungen zu machen.

Die Tour führt hin in die Stadt und man nimmt den Bus zurück (siehe oben). Man kann natürlich auch zuerst mit dem Bus fahren und anschliessend gehen. Beide Enden der Tour und auch die Strände mit Haltestellen bieten sich auch gut für Pausen an.

Der Weg weist keine speziellen Schwierigkeiten auf, aber es gibt kaum Schatten. Nach Pampelonne und vor St. Tropez gibt es kaum Bars oder Einkehrmöglichkeiten.

Der Kontrast zwischen dem naturbelassen Küstenwanderweg und dem Kitsch am Hafen in Saint-Tropez ist krass. Der Übergang kommt schlagartig wenn man beim Turm Tour du Portalet ums Eck geht.

Die Abschnitte

  1. Der naturbelassene Abschnitt: Plage de Tahiti – Plage des Salins - Cap de St. Tropez
  2. Unter den grossen Villen vorbei: Cap de St. Tropez – Bucht Les Canebiers
  3. In den Stadtbereich hinein: Les Canebiers – Hafen und Stadt St. Tropez
Photo © mit freundlicher Genehmigung übernommen von: Alex Medwedeff (Quelle)

Rosa blühende Hexenfinger

Abschnitt 1: Plage de Tahiti – Les Salins - Cap de St. Tropez

5 km ... 1 h 10 min 50 m 60 m einfach

10% ruhige Nebenstrassen, mit mangelhafter Markierung

10% am Strand, mit mangelhafter Markierung

45% leichte Wege, mit mangelhafter Markierung

5% Feldwege, mit mangelhafter Markierung

5% ruhige Nebenstrassen, mit mangelhafter Markierung

10% am Strand, mit mangelhafter Markierung

15% leichte Wege, mit mangelhafter Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Pomme de Pin, Shuttlebus-Haltestelle
  • Plage de Tahiti
  • Pointe du Pinet
  • Pointe du Capon
  • Plage des Salins, Shuttlebus-Haltestelle
  • Cap de St. Tropez

Vom grossen Strand von Pampelonne ausgehend, wandern wir über Felsen zu immer kleineren Stränden.

Am Stand Plage des Salins hält der Shuttlebus.

Der Bus hält an einer Kreuzung, man geht auf der Route de Tahiti zum Stand hinunter. Hier folgt man den Wegweisern zur Plage Publique und biegt dann links zwischen Sonnenschirmen und dem Meer ab.

Der Strand von Pampelonne ist nach Osten gerichtet. Morgens ist es hier auch in der Hochsaison angenehm ruhig. Der Stand ist weltbekannt und wirklich sehr schön, aber zum Wandern ist der Sand mühsam. Deswegen schauen wir schnell nach Norden, wo unser Weg dann im Fels verläuft.

Photo © mit freundlicher Genehmigung übernommen von: Alex Medwedeff (Quelle)

Plage de Tahiti und Cap Pinet

Wir gehen zum Cap Pinet vor, hier kommen wir auch von der Gemeinde Ramatuelle ins Gemeindegebiet von St.-Tropez. Denn der Strand Pampelone liegt gar nicht in St.-Tropez.

Photo © mit freundlicher Genehmigung übernommen von: Alex Medwedeff (Quelle)

Blick zurück auf die Plage de Pampelonne

Vor und nach dem Cap Pinet gibt es einige kleine Strände, die den Wanderern vorbehalten sind aber auch von den Sommerfrischlern in Beschlag genommen werden.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Plage du Capon

Im Verlauf zum nächsten Kap, dem Cap du Capon, quert der Weg in einige steile Hänge, wo der Pfad abzurutschen droht. Hier muss man manchmal über die Felsen ausweichen. Direkt am Kap liegt eine Ruine und davor geht ein kurzer Pfad bergauf. Hier gelangt man zur Plattform einer Geschützstellung von 1792.

Nördlich des Kaps verläuft ein Feldweg entlang der Küste, er bildet unseren weiteren Weg. Man umgeht so ein grosses Gebäude in Ufernähe. Nach der Kurve den Weg links einfädeln und an der Strasse wieder rechts zum Meer und bald darauf folgt der letzte grosse Stand, la Plage des Salins.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Batterie de Capon

In Les Salins kann man kaum parken, aber der Shuttlebus wendet hier. Diesen Punkt kann man auch als Start oder Ziel verwenden.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Rückblick auf den Strand Plage des Salins

Weiter vorne kommen wir in den letzten Bereich, wo das Hinterland nicht sichtbar verbaut ist. Vor dem Kap Pointe de Salins kommen wir an einem Grab vorbei. Davor machen kleine Schären die Küstennavigation schwierig und sind mit Türmen und Lichtern gekennzeichnet.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Küste zwischen Cap des Salins und Cap de Saint-Tropez

Das Cap de St. Tropez ist nicht so berühmt, weder sieht man St. Tropez, noch sonst wo hin. Im Norden liegt ein Schotterstand.

Wir kommen nun in einem Bereich mit grossen Privatflächen und Villen hinter hohen Mauern, Stacheldraht, Videokameras und anderem technischen Firlefanz. Schilder warnen vor allem Möglichen und immer wieder findet man darauf ironische Ergänzungen.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Bleibt in euren vergoldeten Gefängnissen,
die Freiheit ist auf dieser Seite

Abschnitt 2: Cap de St. Tropez – Plage des Canebiers

4,9 km ... 1 h 20 min 20 m 20 m einfach

5% am Strand, mit mangelhafter Markierung

55% leichte Wege, mit mangelhafter Markierung

15% Feldwege, mit mangelhafter Markierung

10% ruhige Nebenstrassen, ohne Markierung

10% am Strand, ohne Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Cap de St. Tropez
  • Pointe de la Rabiou
  • Plage des Canebiers, Shuttlebus-Haltestelle

Wir kommen progressiv in den Bereich der sichtdichten Mauern jener, die meinen sie hätten etwas zu verstecken. Die Villen sieht man nur von etwas weiter am Meer draussen, man kann auch Bootstouren für Möchte-gern-Paparazzi buchen. Wir bleiben brav auf unserem Wanderweg und geniessen den Ausblick in die andere Richtung.

Bei dem Kap Pointe de l'Ay laufen die Felsen recht flach ins Wasser und bilden dort Becken und seichte Einschnitte. Hier tummelt sich viel Leben unter Wasser und Vögel zeiht dies auch an.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Seidenreiher am Golf von St. Tropez

Die Küste ist hier vor allem felsig, einige Treppen führen hinab in kleine Buchten. Die Stiegen sind privat errichtet, liegen aber im öffentlichen Küstenbereich. Man kann sie alle nutzen.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Wanderer am Küstenweg nach Saint-Tropez

Am Cap de la Batterie St. Pierre müssen wir hinter zwei Gebäuden und einer privaten Hafenanlage herumgehen. Es ist recht unschön, dass sich man sich hier mit Geld über das Bauverbot im Küstenbereich hinwegsetzen konnte.

Man muss durch diesen privaten kleinen Hafen steigen

Blick zurück

Wenn wir unter diesem Bogen durchkommen, sind wir im Bereich des stark verbauten Cap de la Batterie St. Pierre.

Torbogen am Weg bei der Batterie Saint Pierre

Blick zurück

baie = Bucht
centre nautique = Wassersportzentrum

Wir kommen nun auf den grossen Strand der Bucht Baie des Canebiers. Das ist nicht der schicke Strand, eine Segelbasis und andere Einrichtungen zwingen uns auch hier mit dem Weg dahinter vorlieb zu nehmen.

Der restliche Standabschnitt ist meist meterhoch mit dem Laub der Neptungräser überdeckt. Diese natürlichen Ablagerungen schützen den Strand vor weiterer Erosion.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Neptungräser-Ablagerungen an der Plage des Canebiers

Der Shuttlebus hat hinter dem Strand eine Haltestelle. Hier kann man die Tour verkürzen. Um zur Haltestelle zu gelangen, geht man beim grossen Steg vom Strand auf die Strasse dahinter und dann rechts auf die Route des Salins vor. Die Haltestellen für beide Richtungen befinden sich genau im Kreuzungsbereich.

Abschnitt 3: Plage des Canebiers – Saint-Tropez

4,9 km ... 1 h 20 min 25 m 20 m einfach

20% leichte Wege, mit mangelhafter Markierung

<5% am Strand, mit mangelhafter Markierung

15% ruhige Nebenstrassen, ohne Markierung

10% leichte Wege, ohne Markierung

55% Nebenstrassen in der Stadt, mit mangelhafter Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Plage des Canebiers, Shuttlebus-Haltestelle
  • Plage des Graniers
  • Friedhof am Meer
  • Tour du Portalet
  • Roter Leuchtturm
  • Gendarmerie-Museum, Bus-Haltestelle
  • Place des Lices, Shuttlebus-Haltestelle

Wir gehen durch den Cimetière Marin in die Stadt vor.

Photo © mit freundlicher Genehmigung übernommen von: Alex Medwedeff (Quelle)

Rast auf einem flachen Stamm einer Tamariske

Nach der Plage des Canebiers bleibt die Küste flacher, unser Weg führt an weniger hohen Mauern und an einfacheren Häusern vorbei. Wir bleiben aber immer am Wasser.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Der Küstenweg führt an den Villen entlang

Nach einigen alten Bootshäusern folgt ein Weg am Wasser und einer hinter einem alten Zaun, man kann hier beiderlei nehmen. Bloss vor den Häusern muss man wieder an das Wasser hinunter.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Die Strasse ist nach rechts auf den Weg zu verlassen

Der Weg wird nun progressiv von immer mehr Leuten begangen, dies auch in der Nebensaison. Wir nähern uns von Saint-Tropez und viele schauen einfach am Ufer ein bisschen aus der Stadt heraus.

Der Strand Plage des Graniers ist der letzte vor der Stadt, weiter vorne sehen wir schon den Friedhof am Wasser und darüber die Festung.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Plage des Graniers und Pointe du Cimetière

Der Cimetière Marin hat mehrere Eingänge, wir können ihn somit in der Länge durchschreiten. Am Ufer kommt man hier nicht durch. Die Gräber scheinen am Wasser zu schwimmen.

Photo © mit freundlicher Genehmigung übernommen von: Alex Medwedeff (Quelle)

Im Friedhof am Meer von Saint-Tropez

cimetière = Friedhof
citadelle = Zitadelle

Wir verlassen den Friedhof im Wesen über die Rue Cavallion, steigen aber sobald wie möglich wieder zum Wasser ab, wo wir auf einen Kai vor der Stadt kommen.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Ponche Beach und Tour Vieille vor uns

Weiter vorne beginnt die historische Altstadt von Saint-Tropez. Wir können aber noch immer am Wasser weitergehen und vielleicht so etwas Gedränge in der Stadt umgehen. Wir gehen um den ersten alten Türme herum und kommen so in die letzte Bucht. Dieser Abschnitt kann bei Wellengang recht feucht sein, dann geht man besser in den Gassen dahinter.

Der Turm Tour du Portalet steht direkt man Hafen. Links der Kai, wo sich die Jachten zur Schau stellen und gegenüber die Terrassen der Cafés mit nicht weniger exhibitionistischen Kunden.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Plage de la Glaye und Tour du Portalet

Die Liebhaber von Leuchttürmen werden auch auf der Môle d'Estienne d'Orves hinausgehen. Zuerst oben auf der Mauer, im zweiten Abschnitt müssen wir hinunter. Es ist ein langer Marsch, der Kai ist 600 Meter lang, aber der Leuchtturm ist dieser Umweg wert: er sieht alt aus, wurde aber 2001 neu errichtet. 1944 von den fliehenden Nazis zerstört, wurde erst 1965 ein provisorisches Hafenlicht installiert. Als die Mole 2001 verlängert wurde, musste auch dieses weichen und man entschied sich die Version von vor dem Krieg wieder aufleben zu lassen.

Photo © mit freundlicher Genehmigung übernommen von: Alex Medwedeff (Quelle)

Der Rote Leuchtturm am Ende des Quais

Leider gibt es vom Ende der Mole kein Wassertaxi zurück oder zum Kai gegenüber. Wir müssen also zurück zum Turm Tour du Portalet und gehen dann, wie alle Besucher der Stadt, am Quai Mistral, am Quai Jaurès, am Quai Suffren und am Quai Péri den Hafen entlang. Es zahlt sich aus, einen Abstecher nach links in einen Passage neben dem Tourismusbüro Office de Tourisme zu machen. Direkt im Durchgang gibt es jeden Vormittag einen üppigen Fischmarkt von St. Tropez.

Photo CC BY 2.0 xiquinho (Quelle)

Hafen von St. Tropez und der Eingang zum Fischmarkt rechts

Der Quai Péri ist meist von mehr oder wenig begabten Künstlern belagert. Wir folgen nicht dem Kai, wenn dieser einen rechten Winkel macht, sondern gehen gerade aus weiter in die Rue Henri Seillon. Rechts ist hier der Eingang zum Musée de l'Annonciade mit avantgardistischen Kunstwerken von Malern rund um Paul Signac, die mit ihren lichtdurchströmten Werken, den Ruf von Saint-Tropez erst geschaffen haben. Hier findet man sicher Ruhe vor dem Trubel draussen.

Eingang des Musée de l'Annonciade

Ein weiteres Museum findet man, wenn man am Ende der Gasse links und gleich wieder rechts rund um das Hôtel de Paris geht. Am hellen Platz steht das bekannte historische Gebäude der Gendarmerie de Saint-Tropez, das in vielen Filmen von Louis de Funès verewigt wurde. Heute befindet sich darin ein neu gestaltetes Museum, das mehr auf die Polizei und die Gegend als auf die Filme eingeht.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Ehemaliges Gendarmerie-Gebäude in St. Tropez

Jene, die wieder den Linienbus aufsuchen müssen gehen am Museum vorbei und kommen so zum Busbahnhof. Hinter dem Museum befindet sich der grosse Parkplatz am Hafen.

Jene, die den Shuttlebus zu den Stränden brauchen folgen diesen Angaben: wir gehen wieder zurück hinter das Hôtel de Paris nehmen die Rue du Général Allard. Wenn diese wieder auf den Hafen mündet, wenden wir uns gleich nach rechts und gehen die Rue Clemenceau hoch (Fussgängerzone). Somit kommen wir direkt auf den Platz Place des Lices, wo zu Markttagen, zwei mal pro Woche, viel los ist. Wir gehen rechts vor bis zu einer Bank und einem Laden wo die berühmte Tarte Tropézienne verkauft wird. Gleich da ist eine Shuttlebus-Haltestelle.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Rue du Général Allard

Anhang: Citadelle de St. Tropez

0,8 km ... 15 min 35 m 35 m einfach

60% Nebenstrassen in der Stadt, mit mangelhafter Markierung

5% Feldwege, mit alter Markierung

10% Treppen, ohne Markierung

25% Nebenstrassen in der Stadt, mit mangelhafter Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Place des Lices
  • Citadelle de St. Tropez

Hinauf zum klassischen Aussichtspunkt über die Stadt.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Rue de la Citadelle

Jene, die noch Zeit haben oder jene, die einen Teil des Wegs zurück gehen wollen, können noch zur Festung Citadelle de Saint-Tropez hinauf gehen und auf die Stadt am Golf hinabblicken. Wenn man vom Hafen auf den Place des Lices kommt geht man links und am Ende des Platzes noch mal links. Bei der Kapelle Chapelle de la Miséricorde gehen wir rechts unter zwei Bögen durch und nun geht es bergauf. Es gibt hier mehrere parallel verlaufende Gassen, sie passen alle solange man bergauf geht. So kommt man zum Parkplatz am Fusse der Festung. Ein Weg mit langgestrecken Stufen führt zum kostenpflichtigen Eingang. Innen geht es vor allem um die Geschichte der Marine.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Anstieg zur Zitadelle von St. Tropez

Wenn man allerdings vor der Treppe links hinauf geht, gelangt man zum Aussichtspunkt. Nach der Kehre geht man einen breiten Schotterweg weiter. Rechts geht man an einer gekachelten Sitznank vorbei, sie heisst Banc des Allemands (Bank der Deutschen). Auf einer Tafel wird der wenig bekannte Umstand erklärt, dass im ersten Weltkrieg alle Staatsbürger feindlicher Länder interniert wurden (die ganzen vier Jahre!).

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Weg rund um die Zitadelle

Rechts die Bank der Deutschen

Wir steigen noch etwas weiter bis zur Festungsmauer an und bis links die Bäume enden. Hier befindet sich der klassische Photo-Standort mit dem bunten Kirchturm, dem Golfe Saint-Tropez und der Berge des Massif des Maures im Hintergrund.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Aussicht auf Saint-Tropez von der Zitadelle

Wenn man in der Stadt bleiben will, geht man wieder hinunter oder noch rund um die Zitadelle. Jene, die wieder auf den Küstenweg zurück wollen, gegen bis zur nächsten Ecke der Festung weiter. Hier führen holprige Stufen im Gras abwärts. Man kommt so gerade zum Friedhof und dem Küstenwanderweg hinunter.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Weg von der Zitadelle zum Friedhof

Quelle und weiteführende Info

Mit guten topographischen Wanderkarten ist man besser unterwegs: Diese Tour befindet sich auf der Karte IGN "Saint-Tropez/Sainte-Maxime/Massif des Maures", Massstab 1:25000, 3545OT.

Kommentare

Gibt es Änderungen auf dieser Tour oder gar neue Vorschläge dazu? Die Kommentare sind hierfür da!

André M. Winter (admin) - 27. Oktober 2018 - 694
Nach dem Zusammenstoss von zwei Handelsschiffen nördlich von Korsika ist der Abschnitt der Küste zwischen der Plage des Salins und dem Cap de Saint Tropez mit teerartigen Schweröl verschmutzt. Die ekelhaften Patzen findet man auch östlich von Saint-Tropez. Es handelt sich um eine dramatische Umweltverschmutzung, einige Photos sind hier verfügbar.

Der Zutritt zu diesen Küstenabschnitten ist derzeit gesperrt! Es ist verboten, selber bei der Reinigung zu helfen, das Schweröl ist hoch giftig und es müssen auch sämtliche verseuchten Küstenabschnitte amtlich erhoben werden, damit die entsprechenden Schadensersatzforderungen an die Reedereien gestellt werden können. Wenn man die schwarzen Flecken an Küstenabschnitten sichtet, die noch nicht abgesperrt sind, so meldet man diese bei der Polizei, der Feuerwehr oder der Gemeinde.
André M. Winter (admin) - 11. August 2017 - 113
Diese Wanderung ist nicht durch die verheerenden Waldbrände von Juli 2017 betroffen!
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Die Informationen zu dieser Wanderung wurden mit grösster Sorgfalt 2017 erhoben. Trotzdem erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Solltest du Fehler finden, kontaktiere bitte den Autor, Danke!