Wanderung abseits der ausgetretenen Pfade von Provence-Guide.net - [de|fr]

Mont Guillaume, Col de Trampa-Latz und Lac de l'Hivernet

Über den viel begangenen Sentier Widman auf den Gipfel und über den Kamm zum Lac de l'Hivernet

Typ
Kraxeln
Schwierigkeit
mittel
Dauer
6 h
öffentliche Verkehrsmittel
nein
Rundtour
ja
Schutzhütte
Unterstand
Ausrüstung
Bergausrüstung

Einführung

Mit über 1000 Höhenmetern ist diese Bergtour lang und anspruchsvoll. Aber die Aussicht ist grandios! Da der Weg bis zum Aussichtspunkt sehr einfach ist, lohnt es sich, die Tour noch ein wenig zu verlängern und herausfordernder zu gestalten, indem man am Kamm hinter der Kapelle Saint Guillaume weitergeht. Nach dem Sattel Tremapa-Latz sind neben guten Orientierungsvermögen auch kurz Kletterkenntnisse nötig, dafür kommt man auch beim romantischen See Lac de l'Hivernet vorbei. Man sollte auch noch genug Energie aufgespart haben, um zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Die schwierige Passage kann jedoch auch vermieden und die Tour davor abgekürzen werden, siehe Abschitt 4.

Der Aufstieg zum Mont Guillaume erfolgt am Sentier Widman. Ein Schwede im Dienste der französischen Armee wollte beweisen, dass man mit Schiern schneller als mit Schneeschuhen ist und hat diesen Weg 1897 als Aufstiegsroute benutzt. Der bekannte Mont Guillaume ist gar kein echter Berg, es handelt sich lediglich um das prominente, nach Embrun ragende Ende des Kamms. Man sieht hier talaufwärts bis über Guillestre hinaus, über den gesamten Stausee Serre-Ponçon und in das Gebiet von Champsaur im Westen.

Die Fakten

13,7 km Gesamtstrecke

6 h Gehzeit

1170 m Gesamthöhenunterschied

Orientierung einfach bei gutem Wetter

Markierung 80% der Strecke

70% leichte Wege

20% Forststrassen

5% schlecht erkennbare Wege

5% querfeldein

<5% Wege mit Kletterpassagen

Gefahren Kletterabschnitt in brüchigem Gestein, Wind

Kinder vor allem die Dauer kann Kinder anstrengen

praktisch Picknick-Zeug

notwendig Bergschuhe, Wanderausrüstung und Wasser

GPS-Koordinaten (WGS84) des Start- und Endpunkts 44.593532,6.475316

Downloads GPX, KML (Rechtsklick, speichern unter...)

Photo © mit freundlicher Genehmigung übernommen von: Alex Medwedeff (Quelle)

Chapelle Saint Guillaume

Das Ziel der meisten Wanderer, wir gehen aber anschliessend am Kamm weiter.

Öffentliche Verkehrsmittel

Man gelangt mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zum Ausgangspunkt. Es gibt in Embrun zwar öffentliche Kleinbusse, aber man schaft es damit nur bis in den Weiler Caléyèrs, wecher noch 500 Höhenmeter unter dem Ausgangspunkt ist. Zudem sind die Fahrzeiten überhaupt nicht für Wanderer geeignet. Embrun ist jedoch gut mit dem Zug erreichbar.

Zufahrt

Den Ortskern von Embrun kann man auf einem grossen Boulevard im Westen umfahren. Von Norden kommend passiert man einen Kreisverkehrt (mit Springbrunnen in der Mitte) und anschliessend nimmt der Strassenverlauf eine leichte Rechtskurve. Von Süden kommend passiert man ebenso einen Kreisverkehr, kurz darauf folgt rechts eine Schule. Gegenüber der Brasserie Le Boulevard geht es bergauf und über die Eisenbahntrasse. Sofort darauf beginnen die steilen Kehren der Route de Caléyère. Nicht in den Weiler Caléyère, sondern weiter zwischen Feldern und Einzelhäusern ansteigen. Man gelangt so in den Wald, beim Parkplatz La Forêt endet das Asphaltband.

Sinnvolle Parkplätze

Der Parkplatz La Forêt ist gratis. Nicht auf der Forstrasse zum zweiten Parkplatz fahren.

Tipps

Es gibt bei der ersten Kapelle am Weg Trinkwasser. Es wird abgeraten vom See oder den Brunnen im Abstieg darunter zu trinken, da auf den Almen darüber sehr viele Schafe weiden. Ein grosser Abschnitt der Rundtour verläuft direkt auf einem breiten und einfachen Kamm, der immer windumtost ist. Unbedingt warme und lange Kleidung mitnehmen, auch im Hochsommer. Wenn das Wetter umschlägt, ist es besser spätestens am Col de Trempa-Latz die Tour abzukürzen, vergleiche Abschitt 4. Im Winter ist die Runde nicht begehbar. Im Frühling und im Herbst kann ab der Chapelle des Séyères noch viel Schnee liegen. In diesen Zeiten ist grosse Vorsicht bei Schneewehen geboten.

Die Abschnitte

  1. Im Lärchenwald und auf einfachen Wegen zur Kapelle von Séyères.
  2. Am Sentier Widman in langen Kehren im Kar nördlich des Mont Guillaume hoch bis zur gleichnamigen Kapelle St. Guillaume, hier sind wir bereits über der Waldgrenze.
  3. Am Kamm und über mehrere flache und namenlose Erhebungen in den Sattel Col de Trempa-Latz.
  4. Weiter am Kamm entlang bis auf die nächste Erhebung, kurze Kletterpassage nach dem Sattel Trempa-Latz.
  5. Abstieg zum See Lac de l'Hivernet entlang von einigen Steinmännern.
  6. Abstieg über L'Aiguille zum Parkplatz La Forêt über markierte Wege.

Abschnitt 1: Parking de la Forêt - Chapelle des Séyères

4,2 km ... 1 h 20 min 470 m 0 m einfach

70% leichte Wege, mit Markierung

30% Forststrassen, mit Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Parking de la Forêt, 1587 m, Ausgangspunkt
  • Anstieg unter Lärchen zum Punkt 1762
  • Forstrasse im Forêt de Clot Jarry
  • Anstieg am Sentier des Pépinières
  • Chapelle des Séyères, 2056 m, mit Quelle

Durch Lärchenwälder zur ersetn Kapelle.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Anstieg vom Parking de la Forêt

Nach der Böschung wird der Weg gemütlicher!

chapelle = Kapelle
parking = Parkplatz
vers = nach

Der Parkplatz La Forêt liegt in einer Kehre der Forststrasse. Rechts befinden sich Tafeln mit Informationen zu Wegen und dem Lärchenwald. Es stehen viele Wegweiser herum und zudem ist die amtliche IGN-Karte in diesem Bereich falsch: Es führen nicht zwei Wege nach Westen hinauf, es ist nur einer und er verzweigt sich später. Grundsätzlich folgen wir der Beschilderung zur Chapelle de Séyères.

Man nimmt also die Kehre nach links und den ersten Weg rechts steil rauf in den Lärchenwald.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Lärchenwälder am Fusse des Mont Guillaume

Die Lärchen spenden Schatten, es bleibt aber luftig und hell.

Dieser Weg ist gut markiert und er wird schnell weniger steil und schattiger. Bei einer ersten Verzweigung halten wir uns links, kurz darauf folgt eine grosse Waldlichtung. Lärchen sind Lichtkeimer und können nicht unter hohen Bäumen aufwachsen, so schlägt man rund 2000m² grosse Flächen frei um den Wald zu verjüngen.

Am Punkt 1762 der IGN-Karte beginnt eine Forstrasse, auf der wir nach links gehen, darauf bleiben und in Richtung Sentier des Pépinières gehen (nicht Pré Clos).

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Forststrasse am Punkt 1762 der IGN-Karte

Links halten.

forêt = Wald
sentier = Pfad
chapelle = Kapelle
source = Quelle

Die Forststrasse, flacher als der vorangehende Weg, führt über zwei kleine Kehren durch den Wald. Im weiteren Verlauf kreuzt der steilere Weg namens Sentier des Pépinières, den wir sogleich aufwärts angehen.

2015 waren hier Waldarbeiter am Werk.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Sentier des Pépinières

Rückblick auf die Forststrasse

Nun bleiben wir länger auf alten und gut angelegten Wegen. Dieser Pfad war der alte direkte Weg von Embrun zu den Kapellen, die noch vor uns liegen. In zwei langen Kehren gelangt man an das letzte Stück einer Forstrasse, die unmittelbar zur Chapelle de Séyères führt.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Am Sentier des Pépinières

Der Lärchenwald lichtet sich.

Die Kapelle von Séyères befindet sich auf einer grossen Almfläche, jedoch rücken von unten die Föhren nach und man hat hier nicht die gute Aussicht wie weiter oben. Die Kapelle wurde 1879 vom Bischof von Gap wiedererrichtet. Sie steht offen, ist aber völlig leer. Die Quellfassung wurde 2003 saniert und überdacht, auch hier kann man sich gegebenenfalls unterstellen.

Vor der Kapelle gibt es einen grossen Picknick-Platz sowie eine Feuerstelle samt Holz.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Quellfassung und Kapelle von Séyères

Bei der Quelle kann man sich unterstellen, aber auch die Kapelle steht in der Regel offen.

Abschnitt 2: Chapelle des Séyères - Mont Guillaume

3,1 km ... 1 h 20 min 475 m 0 m einfach

100% leichte Wege, mit Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Chapelle des Séyères, 2056 m
  • Sentier Widman
  • Mont Guillaume, 2531 m

Zur zweiten Kapelle und auf den Kamm hinauf.

Weiter geht es am überbauten Brunnen vorbei und bald darauf führt uns ein Wegweiser nach rechts auf den Sentier Widman.

Die folgenden 500 Höhenmeter überwindet man in drei grossen Kehren. Die Steigung ist recht konstant und somit kann man in einem guten Rhythmus ansteigen.

Es gibt Abkürzungen, es ist aber besser auf dem markierten Weg zu bleiben. Das ist für die Natur besser, aber so können wir auch mit unseren Reserven besser haushalten: am Mont Guillaume haben wir nicht ansatzweise die Hälfte der Tour hinter uns.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Am Sentier Widman

Der Weg steigt in langen Kehren an, wir sind hier in der ersten Geraden nach der Kapelle von Séyères. Hinten der Sattel Col de Trampa-Latz.

crête = Kamm
chapelle = Kapelle
sentier = Weg

Dieses erste Kreuz kennzeichnet auch eine Wegtrennung. Rechts geht de Sentier Widman weiter, der eine weitere grosse Kehre macht, links ein unmarkierter Weg, der steiler über dem Tal ebenso zum Mont Guillaume ansteigt. Hier wird der offizielle und markierte Sentier Widman beschrieben.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Kreuz unter dem Mont Guillaume

Dieses Kreuz markiert nicht den Gipfel, es ist jedoch vom Tal aus sichtbar.

Nach der zweiten grossen Kehre führt der Sentier Widman unter Felsen hindurch und quert einen kleinen Graben. Diese nicht weiter schwierige Stelle ist die einzige alpine Ausprägung am gesamten Weg vom Parkplatz auf den Mont Guillaume. Zu anderen Jahreszeiten ist dieser Wegabschnitt allerdings nicht zu unterschätzen, er ist schattseitig, lange schneebedeckt und dadurch kann es unter solchen Bedingungen sinnvoller sein, auf die talseitige Alternative auszuweichen (weiter oben beschrieben).

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Sentier kurz im felsigen Bereich

Hinten die Crête de l'Arpion, die wir umrunden werden.

Abschnitt 3: Mont Guillaume - Col de Trempa-Latz

1,3 km ... 40 min 85 m 80 m einfach

100% leichte Wege, ohne Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Mont Guillaume, 2531 m, dahinter am Kamm weiter
  • Unter dem Punkt 2550 vorbei
  • Über den Punkt 2623
  • Col de Trempa-Latz, 2537 m

Dem einfachen Kamm hinter der Kapelle entlang.

Nachdem sie die einmalige Fernsicht ausgiebig genossen haben, gehen die meisten Wanderer von der Kapelle Saint Guillaume den Aufstiegsweg wieder zurück. Wir jedoch setzen unseren Rundweg am breiten Kamm hinter der Kapelle fort. Über den Kamm führt ein einfacher Weg: nach einem Sattel mit 2531m umgeht man eine Ergebung von 2550m rechts im Hang. Die anderen Hügeln werden direkt auf der überall gleich einfachen Kammlinie mitgenommen.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Einfacher Kamm westlich und nördlich des Mont Guillaume

Ansicht des Wegs hinter der Kapelle zum Col de Trempa-Latz.

Vom Punkt 2623 hat man eine gute Aussicht zurück zur Chapelle Saint Guillaume.

Da der Kamm ins Haupttal hinausragt, ist er fast permanent starkem Wind ausgesetzt. Deshalb braucht man entsprechende Kleidung, auch wenn man im Anstieg mit kurzer Hose und T-Shirt unterwegs war.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Der Kamm südlich des Col de Trempa-Latz

Rückblick auf den bereits beschrittenen Abschnitt des Kamms. Am Ende steht die Kapelle Saint Guilaume.

Abschnitt 4: Col de Trempa-Latz - Pt. 2671

0,6 km ... 20 min 135 m 0 m anspruchsvoll

25% Wege mit Kletterpassagen, wenige Steinmänner

75% querfeldein, ohne Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Col de Trempa-Latz, 2537 m
  • Felskamm nordöstlich des Sattels
  • Punkt 2671

Dieser Abschnitt ist der schwierigste der gesamten Tour. Die genaue Beschreibung zum Durchstieg ist unterhalb zu finden. Wern man hier seine Meinung ändert oder wenn das Wetter umschlägt, ist die Alternative unten zu empfehlen.

vers = nach
ravin = Tal
bergerie = Almhütte
abri = Unterstand

Der Durchstieg der Felsen nördlich des Sattels Trempa-Latz zum Punkt 2671 ist schwieriger als der bisherige Weg, aber durchaus machbar (kurz Schwierikeitsgrad I).

Achtung! Es gibt keine Markierung und ein Weg ist nicht erkennbar. Es gibt einige Steinmänner, sie sind jedoch schlecht von unten zu erkennen. Nicht bei schlechter Sicht in die Felsen einsteigen, man muss unbedingt Kämme, Gipfel und Pässe von der Ferne erkennen können, um sich zu orientieren. Einige weite Schritte müssen im ausgesetzten Bereich getätigt werden und der Fels ist recht brüchig.

Im Detail: wenn man am Kamm weitergeht, gibt es einen sichtbaren Pfad rechts (östlich) der Felsen in Kammlinie. Man muss so weit wie möglich in diese Richtung weitergehen, ohne je nennenswert bergab zu steigen bis man an einer senkrechten und bröckligen Felswand ansteht. Von dem sackgassenartigen Standort wenige Schritte zurückgehen und links einen Durchstieg auf die andere Seite des Kamms suchen, hier steht auch ein Steinmann. Auf der Westseite geht man auf einer recht unregelmässigen Stufe im Fels entlang und muss zwei Felsrinnen hoch. Lockergestein macht es hier ungemütlich. Die Rinnen erkennt man wie zuvor: Wenn es nicht mehr weitergeht, steigt man in Richtung Kamm an, quert ihn aber nicht mehr wie zuvor.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Durchstieg des Kamms nördlich des Col de Trempa-Latz

Die gelben Punkt zeigen den ungefähren Verlauf an.

Nach der kurzen Felspassage kommt man auf steile alpine Matten und flachere Abschnitte. Wir peilen grundsätzlich die Ergebung vor uns an, man kann aber ab ca. 2630m Seehöhe wieder auf die andere Seite des hier grasigen Kamms wechseln. Für die Runde ist es nicht nötig zum Punkt 2671 anzusteigen, aber es wäre der höchste Gipfel des Tages, auch wenn er keinen Namen trägt.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Südlich unter dem Punkt 2671

Blick nach oben nach der schwierigeren Passage.

Vom Punkt 2671 oder knapp darunter sieht man den See Lac de l'Hivernet. Es ist die dunkle Fläche unten im Kessel des Cirque de l'Hivernet. Von hier erweitert sich natürlich auch der Ausblick auf umliegende Berge: im Norden Tête de Chante-Perdrix und Tête de l'Hivernet. Im Osten sieht man nun über Crête de l'Arpion. Weiter hinten wirken die Bergketten des Queyras recht klein und ganz am Horizont sticht ein dunkle Pyramide hervor. Es handelt sich im dem 52km weit entfernten Monte Viso in Italien.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Cirque de l'Hivernet

Links der namengebende Berg, Tête de l'Hivernet. Unten der gleichnamige See.

Abschnitt 5: Pt. 2671 - Lac de l'Hivernet

0,2 km ... 50 min 0 m 320 m mittel

100% schlecht erkennbare Wege, wenige Steinmänner

Die Anhaltspunkte

  • Punkt 2671
  • Steil in den Sattel im Osten absteigen
  • Im Graben bergab nach Nordosten
  • Über die Almflächen zum See hinab
  • Lac de l'Hivernet, 2352 m

Der Abstieg vom Punkt 2671 ist weiterhin ohne Markierung und nur selten ist ein Pfad sichtbar. Einige Steinmänner bestätigen mehr, dass man am richtigen Weg ist als dass sie den Weg zeigen würden.

col = Sattel
crête = Kamm
falaise = Felsen
abrupte = abschüssig
barre = Riegel
rocheuse = felsig
lac = See
éboulis = Schuttkegel

Vom Punkt 2671 geht es nach Osten in den Sattel, immer leicht links neben dem Abgrund. Von oben sieht man den Sattel nicht ein, aber man kommt ohne Schwierigkeiten hinunter

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Sattel zwischen dem Punkt 2671 und der Crête de l'Arpion

Zuerst hinunter in den Sattel.

Vom Sattel aus folgt man dem kaum sichtbaren Pfad links des Einschnitts unter dem Sattel. Dieser Pfad bleibt vorerst im feineren Schuttkegel links des Grabens.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Abstieg vom Sattel südlich des Punkts 2671

Abstieg in das Kar.

So geht es weiter abwärts bis man oberhalb einer vertikalen Felswand steht. Grössere Steinmänner markieren diese Stelle.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Steinmänner und Felskante unter dem Sattel

Hinter den Steinmännern geht es steil bergab.

Hier sollte man sich rechts halten und den Pfad quer durch den gröberen Schuttkegel nehmen. Kurz darauf wieder schräg absteigen.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Querung im gröberen Schuttfeld

Von oben sah man geradlinige Felsriegel in Richtung des Lac de l'Hivernet weisen. Diese Riegel sind von Almwiesen umgeben. Man sollte das obere Ende des ersten anpeilen, die Steinmänner auf unserem Pfad weisen dort hin. Sobald man den Schuttkegel verlässt, verliert sich der sichtbare Weg. Achtung: wir sind hier auf einer Almfläche mit vielen Schafen und deren Pfade führen überall hin, nicht aber zwingenderweise zum See.

130 Höhenmeter sind es noch zum See, das heisst, dass es auch querstehende Felswände gibt, die man umgehen sollte. Der einfachste und direkteste Weg, den ich fand, ist folgender:

Zuerst hinter (nordseitig) den ersten Felsriegel gehen und daran entlang in Richtung See. Am Ende des Riegel und vor dem nächsten Felsband nach vorne wechseln (Süd) und weiter bergab nach Osten vorwärts gehen bis es echt steil wird. Man wechselt dann in das Felsband, das nun steil, aber begehbar ist.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Ende des Schuttfelds und Anfang der Weiden

Man peilt die Almwiese rechts der Bildmitte an und wendet sich dort nach rechts hinter den grauen Felsriegel.

Am Ende befindet man sich auf einer Art Felsrampe, die einen direkt an das Seeufer führt. Dafür links (Norden) am letzten Felsen vorbei.

Gegen den Uhrzeigersinn kommt man um den See herum. Gegenüber gibt es einen weiteren Felsen, auf den man einfach vom Weg hochkommt. Man sieht von dort gut auf den See und den Abstiegsweg zurück.

Photo © mit freundlicher Genehmigung übernommen von: Alex Medwedeff (Quelle)

In der letzten Felsrampe über dem Lac de l'Hivernet

Abschnitt 6: Lac de l'Hivernet - Parking de la Forêt

4,3 km ... 1 h 30 min 0 m 770 m einfach

60% leichte Wege, mit Markierung

35% Forststrassen, mit wenig Markierungen

10% schlecht erkennbare Wege, ohne Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Lac de l'Hivernet, 2352 m
  • L'Aiguille, 1875 m
  • Les Fontainiers, 1709 m
  • Parking de la Forêt, 1587 m, Rückkehr

Steiler Abstieg in den Wald und zurück zum Ausgangspunkt.

Beim Felsen im Südosten des Sees beginnt wieder ein markierter Weg. Er führt recht unvermittelt über eine Kante in steilen und engen Kehren ins Tal. Langsam gelangt man wieder in den Wald.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Abstieg unter dem Lac de l'Hivernet

Im Lärchenwald folgt eine Wegteilung. Beide Wege führen zum Parkplatz La Forêt hinab. Gradeaus geht es über Pré Clos. Wir nehmen den zweiten Weg über L'Aiguille, dieser bringt uns schneller und regelmässiger bergab. Im Wald macht der Weg einen unvermittelten Schwenk nach rechts und gleich wieder links, dies ist aber gut markiert.

L'Aiguille ist eine Alm mit einigen Hütten. Hier beginnt eine Forststrase, die uns zu den Waldhütten von Les Fontainiers (oder Les Fontaniers) führt, hier kommt auch der alternative Weg von Pré Clos herunter.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Abzweigung zu l'Aiguille

fontaine = Brunnen

Achtung, unter Les Fontainiers, fehlt ein Wegweiser. Wenn man zu diesen Häusern im Wald kommt, folgt man der hier breiteren Forststrasse in eine Kehre. Keine 20 Meter danach zeigt ein Wegweiser die Route zum Parkplatz, allerdings nur über die Forststrasse. Es gibt einen netteren Weg: genau gegenüber des Wegweisers in den Wald (gegebenenfalls über den Elektrozaun) und im rechten Winkel zur Strasse abwärts. Man stösst so auf einen alten Weg, der auf unseren Aufstiegsweg trifft. Hier in wenigen Minuten zurück zum Ausgangspunkt.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Alter Weg unter les Fontaniers

Anhang: Col de Trempa-Latz - Chapelle des Séyères

0,7 km ... 15 min 150 m 0 m mittel

100% schlecht erkennbare Wege, ohne Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Col de Trempa-Latz, 2537 m
  • Chapelle des Séyères, 2056 m,

Diese Alternative ermöglicht es die Route abzukürzen und die schwierige Passage nördlich des Col de Trempa-Latz zu vermeiden.

Ein guter, aber nicht markierter Weg führt vom Sattel rechts in steilen Kehren durch alpinen Rasen abwärts. In diesem Bereich bleibt der Wegverlauf immer links (nördlich) der Grabens. Auf ca. 2430m Seehöhe gibt es eine Wegverzweigung: ein Weg führt recht steil direkter bergab, der andere holt in weiten Kehren weiter nach Norden aus (dieser Verlauf ist in den KML- und GPX-Dateien zu finden). Bei ca. 2235m Seehöhe wird der Hang flacher und die Wege vereinen sich wieder bevor es über den Bach geht. Hier nicht länger nördlich des Bachs bleiben, dieser Weg verliert sich im Hang. Nach der Bachquerung gibt es wieder zwei Möglichkeiten: ganz rechts halten und in der ersten grossen Kehre auf den Sentier Widman wechseln (so ist es in den KML- und GPX-Dateien vermerkt) oder rechts am Bachlauf bleiben. Dieser Weg führt direkt hinter der Kapelle von Séyères wieder auf den Hauptweg.

Um zum Ausgangspunkt zurückzukehren nimmt man den Abschnitt 1 umgekehrt. Nach der Kapelle kann man auch auf der Forststrasse bleiben und weniger steil, aber länger, über die Alm Pré Clos absteigen.

Quelle und weiteführende Info

Mit guten topographischen Wanderkarten ist man besser unterwegs: Diese Tour befindet auf zwei unterschiedlichen IGN-Karten "Embrun/Les Orres/Lac de Serre-Ponçon", Massstab 1:25000, 3438ET (bis zum Sattel Col de Trempa-Latz) und "Orcières-Merlette/Sirac/Mourre-Froid/Parc National des Écrins", Massstab 1:25000, 3437ET (Nordteil mit dem See Lac de l'Hivernet).

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter (Quelle)

Weg vom Col de Trempa-Latz abwärts

Die Informationen zu dieser Wanderung wurden mit grösster Sorgfalt 2015 erhoben. Trotzdem erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Solltest du Fehler finden, kontaktiere bitte den Autor, Danke!