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Das Cap Ferrat und seine Halbinsel

Die noblen Villen am grossen Kap der Riviera

Typ
Spaziergang
Schwierigkeit
mittel
Dauer
4 h
öffentliche Verkehrsmittel
ja
Rundtour
ja
Schutzhütte
Ortschaft
Ausrüstung
Spaziergang

Einführung

Das Cap Ferrat ist mit dem Hauptort Saint-Jean eine eigenständige Gemeinde, auch handelt es sich um die größte Halbinsel der Alpes-Maritimes mit einem fast durchgehenden Uferweg. Das Cap d'Antibes wäre noch grösser, aber dieses ist viel stärker urbanisiert. An der Ostseite des Kaps befindet sich eine weitere Halbinsel, dadurch wird die Wegstrecke noch länger. Ein Drittel des Wegs erfolgt auf auf Uferpromenaden. Alle Abschnitte sind einfach zu begehen, aber die ca. 15 Kilometer machen daraus eine sportliches Unternehmen.

Direkt auf der Route findet man zwei sehenswerte Villen der französischen Riviera: die griechische Villa Kérylos und die Villa Ephrussi de Rothschild. Beide sind eine Reise wert, beide befinden sich in einem exzellenten Zustand. Im Sommer bieten sich mehrere Strände für eine Abkühlung an.

Die Fakten

14,1 km Gesamtstrecke

4 h Gehzeit

2 h Besichtigungszeiten

300 m Gesamthöhenunterschied

Orientierung einfach

Markierung 35% der Strecke

45% befestigte Wege

20% leichte Wege

15% Nebenstrassen in der Stadt

10% ruhige Nebenstrassen

5% Gassen

5% Parkanlagen

<5% am Strand

<5% Treppen

Gefahren bei starkem Wind und Seegang abzuraten

Kinder ja, auch wenn es lang ist

praktisch Picknick-Zeug

notwendig Trekkingschuhe, Wanderausrüstung und Wasser

GPS-Koordinaten (WGS84) des Start- und Endpunkts 43.706516,7.331583

Downloads GPX, KML (Rechtsklick, speichern unter...)

Öffentliche Verkehrsmittel

Hier befindet sich die Eisenbahnstrecke direkt an der Küste, mit Regionalzügen kann man gut den Ausgangspunkt erreichen. Mit der Linie 04 von TER PACA (nur französisch) stiegen wir bei der Haltestelle Beaulieu-sur-Mer aus. Die Wanderung ist ab dem Bahnhof beschrieben.

Ausgehend von Nice Riquier kann man auch mit dem Bus Nummer 84 der Lignes d'Azur (auch englisch) anreisen, man steigt bei der Haltestelle Baie des Fourmis aus, es handelt sich um den ersten Halt an einem Strand nach dem Bahnhof von Beaulieu.

Zufahrt

Der Straßenverkehr ist mühsam an der Küste, es ist wirklich besser öffentlich anzureisen. Mit dem Auto geht es am Besten über die Autobahn A8, allerdings gibt es keine passende Abfart zum Kap und man kann sein Fahrzeug nur sehr schwierig in Beaulieu und am Cap Ferrat abstellen.

In beiden Fällen wird man nicht schnell einen Parkplatz finden. Wir sind nun auf der Hauptverkehrsachse der Halbinsel, abseits derer es einige Parkmöglichkeiten geben kann.

Sinnvolle Parkplätze

Es gibt kostenpflichtige Parkplätze in der Abfahrt zur Plage du Passable (Anfang des Abschnitts 4) und rund um den Hafen von Saint-Jean (Ende des Abschnitts 1). In den Gassen direkt am Kap gibt es ganz wenige Parkmöglichkeiten. Im Winter kann man Plätze hinter dem Leuchtturm finden (am Abschnitt 3), hier sind die Gassen etwas breiter.

Photo © mit freundlicher Genehmigung übernommen von: Alex Medwedeff

Leuchtturm am Cap Ferrat

Villa Kérylos

Tipps

Die Runde erfolgt im Stadtgebiet und entlang von Villenvierteln, aber unser Weg verläuft großteils am Ufer. Ein guter Teil besteht aus sehr gut befestigten und breiten Wegen, nur die Westseite ist etwas wilder. Der Weg ist überall einfach, aber die Gesamtlänge ist nicht zu unterschätzen.

Die beiden Villen am Weg sollten unbedingt auch besucht werden. Die zusätzliche Zeit und der Eintritt sind wirklich sinnvoll investiert. Die angegebenen Zeiten und Distanzen umfassen nicht diese Besichtigungen. Mit den Villen ist man einen vollen Tag beschäftigt.

Es gibt keine durchgehende Markierung, einige Abzweigungen sind allerdings beschildert. Man kommt bei fünf grossen und öffentlichen Stränden vorbei. Im Felsbereich findet man immer wieder Treppen hinab zum Meer. Sie sind privat aber im öffentlichen Bereich, können also benutzt werden. Sie sind aber selten gesichert und der bautechnische Zustand kann bedenklich sein.

Man wird im Hochsommer die Mittagszeit meiden, aber mit den Museen und den Stränden kann die Tour passend anlegen. Der Weg befindet sich meist 5 bis 10 Meter über dem Meer, er kann also auch bei starkem Wellengang begangen werden.

Die Abschnitte

  1. Bahnhof Beaulieu - Villa Kérylos - Baie des Fourmis - Saint-Jean: eine Villa im altgriechischen Stil und der erste Teil der Ostküste des Kaps.
  2. Presqu'île du Cap Ferrat: eine Halbinsel mit Kapelle im Osten des Kaps.
  3. Cap Ferrat Umrundung: am Leuchtturm vorbei und an der Westküste bis zur Plage de Passable.
  4. Passable - Villa und Gärten Rothschild - Bahnhof de Beaulieu: eine weitere sehenswerte Villa und zurück zum Ausgangspunkt.

Abschnitt 1: Villa Kérylos - Baie des Fourmis - Saint-Jean

3,5 km ... 50 min 45 m 30 m einfach

10% Gassen, ohne Markierung

5% Nebenstrassen in der Stadt, mit wenig Markierungen

60% befestigte Wege, ohne Markierung

<5% Treppen, ohne Markierung

25% Nebenstrassen in der Stadt, ohne Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Gare de Beaulieu, 20 m
  • Villa Kérylos, 10 m
  • Saint-Jean, 10 m

Besuch der Villa Kérlos gleich am Anfang der Tour und anschliessend geht es an der viel frequentierten Fussgängerpromenade zum Hafen von Saint-Jean

gare = Bahnhof
arrêt = Bushaltestelle
vers = nach

Wir verlassen den Bahnhof und wenden uns nach links, um unter der Brücke durchzugehen, anschliessend in dieser Richtung am Boulevard Leclerc weiter. Hier gibt es nur ein Restaurant une eine Bar. An der Avenue des Hellènes stehen wir an und gehen rechts (gegenüber befindet sich ein kleiner Supermarkt). An einem der Zebrastreifen die Straße queren und die erste Gasse links nehmen. Die Rue Gustave Eiffel führt uns direkt zum Eingang der Villa Kérylos.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Rue Gustave Eiffel

Besuch der griechischen Villa Kérylos: Der Bau stammt von 1908 und die Archtektur, sowie die ganze Einrichtung entsprechen dem altgriechischen Stil des ersten Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung. Der Standort und alle Details sind umwerfend, man braucht gut eine Stunde um alles zu bewundern. Eintritt ca. EUR12. Achtung, seit 2015 sind grosse Rucksäcke verboten, es gibt keine Gepäcksaufbewahrung.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Andron der la Villa Kérylos

Beim Verlassen der Villa Kérylos wenden wir und nach dem Portal gleich nach links und stiegen die Treppen hinab. Besucht man nicht die Villa Kérylos, so steigt man direkt neben den Eingang rechts ab. Wir kommen so zum Hafen und man könnte unter die Villa vorgehen, aber wir halten uns rechts, gehen durch das Tor und über die Terrasse der Capitainerie du Port des Fourmis (Hafenbüro). Das Tor ist meist geschlossen aber nicht versperrt, man darf hier durchgehen. Falls das Tor versperrt ist muss man wieder zurück hinauf und über die Rue Gustave Eiffel vor, dann immer links halten um den Hafen zu umrunden und um an die Uferpromenade zu gelangen.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Tor zum Hafen und Treppe unter der Villa Kérylos

Im Hafen blieben wir am Hauptkai und gehen in Richtung Westen um zum Strand zu gelangen. Man kann über den Sandstreifen weitergehen oder die Promenade weiter oben wählen.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Promenade an der Baie des Fourmis

Blick zurück zur Villa Kérylos

Spätestens am Ende des Strands muss man jedoch auf die Promenade hoch und darauf der Küste weiter nach Süden folgen. Hier spazieren viele Leute, aber man ist weit weg vom Verkehr und dem Lärm der Stadt.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Beginn der Promenade Maurice Rouvier

Beim Voranschreiten öffnet sich die Sicht auf den Golfe Saint Hospice und über die Felsküste hin zur italienischen Grenze. Der auffällige Berg heisst Tête de Chien (Hundekopf).

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Hafen von Beaulieu, Èze und Tête de Chien

Panorama der Riviera östlich der Villa Kérylos.

So kommt man bequem nach Süden weiter. Langsam wandelt sich die Promenade Maurice Rouvier vom Fussweg zur Zufahrtsstrasse zu grossen Villen. Hier halten wir Ausschau nach Treppen linker Hand, ein Pfeil weist zum Hafen (Port et commerces).

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Von der Promenade Maurice Rouvier absteigen

deux escaliers = 2 Treppen
raccourci = Abkürzung
vers = nach

Nach dem Stand und vor den grossen Parkplätzen wenden wir und nach links zum Kai des Hafens von Saint-Jean. Hier gibt es einige Restaurants und Bars. Wir schreiten weiter entlang des Hafens auf der unteren Ebene. Wenn der Kai eine zweite Linkskurve macht, suchen wir nach einer Treppe rechts um eine Ebene höher zu kommen.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Am Hafen von Saint-Jean

Hier endet der erste Abschnitt der Runde, da man auch die folgende kleine Halbinsel Presqu'île St. Hospice abschneiden könnte. Man verkürzt die Tour um etwa eine Stunde: nach der ersten Treppe vom Hafen hoch geht man sich rechts zurück zum Dorf und sucht nach einer schmalen Treppe links (Passage des Fossés). Oben kommt man bei der Avenue Claude Vignon heruas, hier rechts. Weiter geht es im Abschnitt 3.

Die volle Tour geht allerdings rund um diese kleine Halbinsel herum, die Beschreibung folgt im Abschnitt 2 hier unten.

Abschnitt 2: Presqu'île Saint Hospice

2,8 km ... 55 min 85 m 95 m einfach

5% Nebenstrassen in der Stadt, mit wenig Markierungen

5% am Strand, mit wenig Markierungen

40% befestigte Wege, ohne Markierung

5% Nebenstrassen in der Stadt, mit wenig Markierungen

5% Gassen, ohne Markierung

10% Parkanlagen, ohne Markierung

5% Nebenstrassen in der Stadt, mit wenig Markierungen

15% befestigte Wege, mit wenig Markierungen

10% leichte Wege, ohne Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Saint-Jean, 10 m
  • Paloma Beach, 0 m
  • Pointe Saint Hospice, 10 m
  • Chapelle Saint Hospice, 40 m
  • Anse des Fossettes, 15 m

Beim Verlassen des Hafens von Saint-Jean müssen wir vorerst über Strassen gehen um wieder an den Uferweg zu gelangen. Nach dem Kap besteht die Möglichkeit zu einer Kapelle aufzusteigen.

Wenn man vom Hafen hochkommt, folgt nach der ersten Treppe eine zweite um auf die Avenue Jean Mermoz hochzugelangen. Leider müssen wir entlang dieser nicht wenig befahren Strasse die Küste verlassen. Es fehlen die Gehsteige und bergauf geht es zu allem Überdruss auch noch. Aber es handelt sich nur um ca. 300 Meter!

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Treppen zur Avenue Jean Mermoz

Wir halten uns immer links und suchen die Treppen abwärts zur Plage de la Paloma. Wir steigen bis zum Strand ab, der offizielle Uferweg führt quer über die Terrasse des Strandrestaurants.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Treppen zur Plage de la Paloma

Am anderen Ende des Strands beginnt ein sehr ursprünglicher Küstenweg: Stufen und kleine Brücken sind ganz nahe am Wasser gebaut. Langsam sieht man auf Beaulieu und Saint-Jean zurück.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Beginn des Küstenwegs an der Plage de la Paloma

Das Kap der Presqu'île Saint Hospice ist mit einer Panoramatafel versehen. Hier besteht die letzte Möglichkeit die Bergkette der Riviera zwischen Villefranche und Menton zu bewundern.

Bei schlechtem Wetter oder starkem Wind bekommt man südlich des Kaps die Gischt stark zu spüren. Der Weg bleibt nun allerdings höher und er ist auch breiter, man kann also versuchen weitergehen. Spätestens nach 500 Metern kann man am Weg zur Kapelle Saint Hospice die Küste verlassen. Wenn man hier die Tour abbrechen will geht man auf der Strasse bergab zurück nach Saint-Jean.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Panoramatafel auf der Pointe de Saint Hospice

Aber hier an der Côte d'Azur ist das Wetter doch meist wohlgesonnen, wir schreiten also an der Promenade des Fossettes am Süden der Halbinsel weiter. Nach 500 Metern kommen wir zu einer Wegkreuzung mit Wegweisern samt Zeitangaben. Hier kann man zur Kapelle Saint-Hospice hochsteigen, bemerkenswert ist die riesige schwarze Marienstatue mit Kind. Vom Friedhof hat man einen schönen Blick nach Süden. Es handelt sich um 40 Höhenmeter, nach 20 Minuten ist man wieder zurück am Uferweg.

Chapelle Saint und die Schwarze Madonna mit Kind

An der Küste geht geht es weiter westwärts.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Küstenweg im Süden der Presqu'île Saint Hospice

An dem Kap Pointe du Colombier wendet sich die Küste und somit der Weg nach Norden, vor uns liegt die Anse des Fossettes. Der Weg führt uns direkt an die Avenue Claude Vignon, hier gibt es einen Trinkwasserbrunnen, hier befindet sich auch der einzige öffentliche Zustieg zum Strand Plage des Fossettes.

Wir müssen nun der Avenue Claude Vignon entlanggehen, um zur zweiten Bucht Anse de Lilong zu gelangen. Um hier zu baden, gibt es einen einzigen Zugang dort wo die Strasse hinter ein paar Häuser führt. Die Tour führt allerdings durch diese Gasse weiter nach Westen.

Hier endet der Abschnitt 2. Hat man die Abkürzung vom Hafen genommen, kommt man etwas weiter vorne herauf.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Strand der Anse des Fossettes

Abschnitt 3: Cap Ferrat

5,5 km ... 1 h 30 min 80 m 100 m einfach

10% Nebenstrassen in der Stadt, ohne Markierung

5% befestigte Wege, ohne Markierung

5% leichte Wege, ohne Markierung

30% befestigte Wege, mit wenig Markierungen

40% leichte Wege, mit wenig Markierungen

5% ruhige Nebenstrassen, ohne Markierung

<5% am Strand, ohne Markierung

<5% Treppen, ohne Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Anse des Fossettes, 15 m
  • Pointe Causinière, 5 m
  • Phare de du Cap Ferrat 35 m
  • Plage de Passable, 0 m

Nachdem wir einen aufgelassenen Steinbruch durchschritten haben, kommen wir auf einem breiten und gepflasterten Weg an einer sonst kargen und kantigen Küste vor bis an das Cap Ferrat. Nach dem Leuchtturm wird der Weg ursprünglicher und es gibt wesentlich mehr schattenspendende Bäume.

Am Ende der Avenue Claude Vignon wenden wir uns nach links, wir sehen noch immer nicht das Meer. Wir befinden uns vor einem dunklen und breiten Tor. Links ist jedoch ein Durchgang für Wanderer am Uferweg.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Fussgängerdurchgang am Chemin de la Carrière

Hinter dieser Absperrung kommen wir in einem weiten, offenen und flachen Bereich eines alten Steinbruchs. Im Wasser sieht man noch Teile einer Verladestelle, weiter vorne stehen Hausruinen. Man erwartet nicht solch ein Gebiet an der Riviera.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Ehemaliger Anleger des Steinbruchs am Cap Ferrat

Aber schnell kommen wir wieder auf einem breiten und betonierten Uferweg, er heisst hier Chemin des Douanes. Wir gehen zur Pointe Causinière vor, diese Kante im Küstenverlauf markiert die Ostseite des breiten Cap Ferrat.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Betonierter Weg im Osten des Cap Ferrat

Der Weg ist nun weniger breit und hat auch Stufen, aber er führt uns weiter bequem über den arg zerklüfteten Kalkfels.

So nähen wir uns langsam dem großen Leuchtturm am Cap Ferat. Er steht auf der Pointe Malalongue und somit am Westteil des Kaps.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Felsen und Weg an der Pointe Causinière

Hinten der Leuchtturm von Cap Ferrat

Ich empfehle auch zum Leuchtturm anzusteigen, man hat hier eine bessere Sicht auf das Bauwerk. Am Weg befindet sich auch Trinkwasser.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Brunnen Coexist

Nach dem Leuchtturm bleibt der Weg weit über der Wasserlinie, Bäume spenden etwas Schatten. Nun sehen wir nach Nizza und wenn das Wetter passt auch zum Cap d'Antibes und dem Esterel-Massif.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Küstenwanderweg im Westen des Cap Ferrat

An dieser Westseite geht es öfters auf und ab und wir müssen entlang des NATO-Zauns der militärischen Wüstenwache. Der Weg ist nicht befestigt und man geht so bequemer als am Beton an der anderen Seite des Kaps.

Photo © mit freundlicher Genehmigung übernommen von: Alex Medwedeff

Küstenwanderweg Sentier du littoral vor der Pointe Pilone

escalier = Stiegen
plage = Strand
pointe = Kap

Man schreitet um mehrere Felsvorsprünge und progressiv öffnet sich die Sicht auf Villfranche und dessen schmale Bucht. Nach der Pointe Pilone endet der Uferweg unvermittelt. Über Stufen müssen wir zur Strasse hoch um hinter einigen Häusern und größeren (arg hässlichen) Gebäuden vorbeizukommen.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Ende des Küstenwegs vor dem Strand von Passable

Nach einem Parkplatz geht man auf einer erdigen Fahrstraße weiter und gelangt so direkt an den Strand Plage de Passable. Der Strand ist nicht so berühmt (Schotter und ein alter Betonkai in der Mitte).

Photo © mit freundlicher Genehmigung übernommen von: Alex Medwedeff

Plage de Passable

Abschnitt 4: Passable - Villa Rothschild - Gare de Beaulieu

2,4 km ... 45 min 90 m 65 m einfach

30% ruhige Nebenstrassen, ohne Markierung

10% ruhige Nebenstrassen, ohne Markierung

<5% Treppen, ohne Markierung

25% befestigte Wege, ohne Markierung

10% Gassen, ohne Markierung

15% Parkanlagen, ohne Markierung

10% Gassen, ohne Markierung

Die Anhaltspunkte

  • Plage de Passable, 0 m
  • Villa Rothschild, 60 m
  • Avenue Rothschild, 35 m
  • Chemin des Moulins, 65 m
  • Baie des Fourmis, 5 m
  • Gare de Beaulieu, 20 m

Anstieg zum Kamm der Halbinsel und mögliche Besichtigung der Villa Rothschild. Anschliessend bergab zum Ausgangspunk.

In der Mitte des Strands führt eine Treppe zur Straße hinauf. Genau gegenüber nehmen wir den Fußweg, der schnell wieder auf die Straße Chemin de Passable zurückführt. Wir gehen zwischen hohen Mauern weiter aufwärts, zu diesem Weg gibt es keine brauchbare Alternative. Weiter oben kommen wir zur Hauptstrasse der Halbinsel, hier links und sobald wieder rechts dem Pfeil Villa et Jardins Ephrussi de Rothschild folgen.

Nach der Kurve kommt eine Verzweigung: Nach links und nach oben gelangt man zur Kassa und zur Villa Rothschild, rechts und leicht bergab geht es zum letzten Abschnitt der Tour.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Chemin de Passable

Besichtigung der Villa und der Gärten Ephrussi de Rothschild: Dieses Anwesen wurde 1912 fertiggestellt. Die Anlage ist noch berühmter als die Villa Kérylos. Der Palast erinnert an die grossen Villen der italienischen Renaissance. Ein Großteil der Salons sind noch original eingerichtet und können auch besucht werden. Der Garten alleine ist einen Ausflug wert.

Normalpreis ca. EUR15. Ermäßigung, wenn man das Ticket eines Regionalzugs TER vorweisen kann. Es ist also vorteilhaft mit dem Zug anzureisen.

Villa Ephrussi de Rothschild

Die Tour geht bei der Kreuzung nach Norden weiter (Sackgassen-Schild). Wir gehen den Mauern der Villa Rothschild entlang und bei der ersten Möglichkeit nehmen wir die steilen Treppen links. Sie führen uns auf den Kamm der Halbinsel, wo wir rechts gehen. Der Weg liegt zwischen Villen und älteren Appartementhäusern, am Ende geht er bergab zur Avenue Jean Monet.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Stiege des Chemin des Moulins

Vor der Brücke wenden wir und gleich nach rechts in die Avenue Jean Monet, so gelangen wir nach Beaulieu und zur Villa Kérylos. Es handelt sich um einen sehr verkehrsreichen und daher unangenehmen Abschnitt, aber nach 250 Metern kommen wir zur Bucht Baie des Fourmis mit der Strandpromenade.

Man kann über die Brücke auch nach Villefranche gehen: man steigt die Treppen des Chemin des Serres rechts neben dem gelben Haus hoch. An der folgenden Kreuzung mit Einmündungen im rechten Winkel halten wir uns links und gehen den Chemin de la Madone Noire bergab bis zur Hauptstraße. Hier queren (leider kein Zebrastreifen), gegenüber führt eine Treppe bergab zum Chemin de la Fouan. Nach zwei kurzen Kehren befindet man sich beim Bahnhof, wo auch alle Regionalzüge halten, die Beaulieu anfahren.

Photo © vom Autor der Website provence-guide.net: André M. Winter

Brücke über Eisenbahngleise nördlich des Cap Ferrat

gare = Bahnhof
arrêt = Bushaltestelle
portails = Tore
vers = nach

Am Ende des Strands gehen wir hoch auf die Strasse, hier rechts, queren sie aber so schnell wie möglich. Anschliessend über einen Fußweg, den man vor dem eindrücklichen Gebäude der Rotonde einfädelt. Über diesen Weg gelangen wir zum Boulevard Leclerc vor, hier links und nach der Brücke zum Bahnhof zurück.

La Rotonde in Beaulieu

Quelle und weiteführende Info

Mit guten topographischen Wanderkarten ist man besser unterwegs: Diese Tour befindet sich auf der Karte IGN "Nice/Menton/Côte d'Azur", Massstab 1:25000, 3742OT.

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