Die romanische Kapelle St. Gabriel
Kulturelle und historische Sehenswürdigkeit
10 min
Park
Südlich von Tarascon steht eine eindrucksvolle und einsame Kapelle mitten in der Landschaft. Rundherum befinden sich alte Olivenbäume, die das alte romanische Gebäude fein umrahmen. Wäre unten nicht die stark befahrene Strasse, man würde sich direkt ins Mittelalter zurück versetzt fühlen.
Rechts und hinter der Kapelle befindet sich ein grosser Olivenhain, wo man Picknicken kann (Decke mitnehmen). Es ist ebenso möglich, auf einem markierten Wanderweg recht schnell zu einer Turmruine zu gelangen.
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Die Kapelle Saint-Gabriel ist durch die Olivenbäume verdeckt
Geschichte
Diese Kapelle, welche die Statur einer grossen Kirche aufweist, wurde am Ende des 12. Jahrhunderts errichtet. An der Fassade sieht man direkte Anlehnungen an die Antike, zugleich erkennt man rein romanische Elemente. Heute ist dieses Kunstwerk weitab jeder Siedlung, aber im Mittelalter befand sich hier ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Es gab genau an dieser Stelle Sümpfe, die mit Booten übersetzt werden mussten. Durch diese Fährtätigkeit bildete sich eine Gemeinschaft, die bald reich genug war, um diese Kapelle zu errichten. Mit der progressiven Trockenlegung der Sümpfe siedelten die meisten Einwohner ab und nun bleibt die Kapelle zwischen den Olivenbäumen zurück.
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Tor der Chapelle Saint-Gabriel bei Tarascon
Beschreibung
Die Hauptfassade der Kapelle ist komplex verschachtelt. Als Vorlage kann die Kirche Saint-Trophime in Arles gedient haben. Mehrere Torumrahmungen greifen übereinander. Hinzu kommen Ziergiebel, Bögen und breite Säulen. Ein schön verzierter Okulus lässt das Gebäude noch höher erscheinen.
Die Kapelle ist von April bis Oktober jeden ersten Sonntag im Monat geöffnet. Am Tag des offenen Denkmals (Journées du patrimoine), Mitte September, steht das Gebäude ebenfalls offen. Mehr Informationen hier: Les Amis de la Chapelle Saint-Gabriel (auch englisch).
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Ochsenauge an der Kapelle Sankt Gabriel bei Tarascon
Öffentliche Anreise
Die Bus-Linien A20 und 221, welche zwischen den Bahnhöfen von Arles und Tarascon verkehren, haben 10 Gehminuten von der Kapelle eine Haltestelle. Es gibt rund 10 Verbindungen täglich, jedoch keine Sonntags.
Mehr Information zu den Verbindungen unter Zou! (nur französisch). Für den Fussweg siehe die Karte anbei und den Text hier unten.
Von der wenig charmanten Bushaltestelle zwischen LKW-Parkplätzen gehen wir nach Norden zum Kreisverkehr und halten uns rechts. Wir gehen über Wasserkanäle und an der Einfahrt zum Campingplatz vorbei. Nachdem links die Strasse nach St. Rémy abzweigt, wechseln wir auf die andere Strassenseite, bleiben aber entlang der Hauptstrasse. Achtung beim Queren, die Autofahrer rechnen hier nicht mit Fussgängern. Nach einigen Metern beginnt eine parallel verlaufende alte Strasse links und hier befinden sich auch die Stufen um zur Kapelle zu gelangen.
Anfahrt mit dem Auto
Die Sehenswürdigkeit befindet sich zwischen Beaucaire und Fontvieille.
Von Beaucaire und Tarascon fährt man auf der D970 in Richtung Arles. Beim zweiten grossen Kreisverkehr, 12km vor Arles, nehmen wir die folgende Ausfahrt nach Fontvieille. Wir queren einen Kanal und fahren bei einer weiteren Kreuzung gerade aus. Gleich danach befindet sich die Kapelle links. Hier kann man allerdings nicht gut abbiegen, man muss ggf. rund 150m weiterfahren um dort wenden zu können.
Von Fontvieille oder Maussane fährt man in Richtung Tarascon und Beaucaire. 2km nachdem sich die Strassen von Fontvieille und Maussane vereint haben und vor einer Linkskurve ist die Kapelle rechts angeschrieben.
Parken
Am Fusse der Kapelle kann man auf einem alten Abschnitt der Strasse D33 parken.
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Südseite der Kapelle
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Romanische Skulpturen an der Kapelle St. Gabriel