Römisches Frischwasserbecken bei Les Issambres

Kulturelle und historische Sehenswürdigkeit

Besuchszeit
20 min
Ruine
Aussichtspunkt

Der Küstenabschnitt zwischen Fréjus und Sainte-Maxime ist leider stark bis an das Ufer hin bebaut. Genau hier siedelten allerdings auch schon Römer und man fand hier ein antikes Frischwasserbecken für Fische. Im Bereich des römischen Galliens ist es das am Vollständigsten erhaltene Exemplar. Die antiken Römer waren grosse Liebhaber von Meeresprodukten. Deswegen liessen reiche Siedler im Küstenbereich abgegrenzte Becken errichten, um dort gefangene Fische frisch zu halten. Es kann sich jedoch auch um eine handwerkliche Einrichtung zur Produktion der Würzsauce Garum handeln.

Die Reste des Vivier maritime de la Gaillarde sind heute fast gänzlich unter Wasser in einer natürlichen Bucht zu sehen. Sie befindet sich unweit von der Küstenstrasse am Kap Pointe de la Calle. Die Stelle eignet sich nicht zum Baden, auch im Sommer sind hier nicht zu viele Leute anzutreffen.

Öffentliche Anreise

Die Buslinie 7610 verkehrt auf dieser Strecke rund 12 Mal pro Tag auf der Strecke Saint-Tropez, Sainte-Maxime, Fréjus und Saint-Raphaël. Der Fahrplan ist unter PACA Mobilité (auch deutsch) abrufbar. In beiden Richtungen bei der Haltestelle Beaumont aussteigen, meerseitig bleiben oder dorthin wechseln und in die Gasse Richtung Meer gehen um schnell dem Verkehr aus dem Weg zu gehen. Das Viertel hier heisst Corniche des Cigales de Ferréol. Wenn man ansteht, links und zu einer etwas verwilderten Parkfläche. Hier rechts und weiter so wie vom Parkplatz weiter unten beschrieben.

Photo alle Rechte vorbehalten © von André M. Winter (Quelle)
Keine Vervielfältigung ohne schriftlicher Zustimmung des Autors zulässig. Die Erlaubnis zur Verwendung unter Provence-Guide.net wurde freundlicherweise am 3. Dezember 2017 erteilt. (id1913)

Römisches Frischwasserbeckens bei Les Issambres

Anfahrt mit dem Auto

Von Saint-Raphaël und Fréjus kommend, fährt man auf der Strasse D559 in Richtung Sainte-Maxime und Saint-Tropez. Auf dem Gemeindegebiet von Roquebrune kommt man an der Bucht mit dem Hafen Port Ferréol vorbei und in der darauffolgenden Rechtskurve ist auf das Schild Vivier Maritime Gallo-Romain zu achten.

Von Toulon oder Saint-Tropez kommend fährt man nach Osten in Richtung Sainte-Maxime, man kommt bei der Calanque de Bonne Eau (Restaurant Le Cercle) vorbei und nach dem folgenden geraden Abschnitt folgt vor einer Linkskurve eine Zufahrt mit Wegweisern zum Vivier Maritime Gallo-Romain.

Man sollte die Strasse D559 im Sommer zwischen 10 und 20 Uhr meiden, man steht dann permanent im Stau zwischen St. Tropez und Ste. Maxime.

Parken

Es gibt Platz für rund 10 Fahrzeuge entlang der kurzen Zufahrtsstrasse. Man kommt besser in der Nebensaison.

Wenige Minuten zu Fuss

Die Strasse endet bald und wir gehen auf einem Fussweg in der selben Richtung weiter zum Meer vor. Wir sind hier auf einem kurzen Abschnitt des Küstenwanderwegs Sentier du Littoral und darauf umrunden wir ein Haus im Küstenbereich. Wenn der Weg und nach rechts führt, stehen wir bereits vor dem antiken Frischwasserbecken!

Man kann den Spaziergang entlang der Küste ein Stück fortsetzen. So kommt man nach einigen Minuten wieder auf die Strasse Corniche des Cigales de Ferréol. Darauf geht man entweder wieder zur Bushaltestelle oder zum Parkplatz zurück. Die Karte auf dieser Seite zeigt diese kleine Runde.

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Schema des römischen Frischwasserbeckens bei Les Issambres

Beschreibung

Es handelt sich im eine natürliche Felsbucht, die zwischen 5 und 12 Metern breit ist. Drei Becken, die teils aus den Fels gemeisselt, teils hineingemauert wurden, bilden die Anlage. Die Trennmauern sind teilweise noch heute knapp unter der Wasserlinie sichtbar. Das Wasser wurde mittels Wasserrinnen und bronzenen Schiebern regelmässig erneuert. Ursprünglich gab es rund um die Becken einen ca. 2 Meter breiten befestigten Weg.

Dieses Frischwasserbecken gehört vermutlich zu einer gallorömischen Villa (1. bis 3. Jahrhundert) weiter oben im Bereich des Tals Vallon de la Gaillarde. Es ist möglich, dass es sich nicht nur um ein Becken zum kurzen konservieren von fangfrischem Fisch handelte sondern um eine Produktionsanlage für Garum. Am Nachbargrundstück der römischen Villa wurde eine Zisterne gefunden, wo diese fermentierte Fischsauche nachgewiesen werden konnte.

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Gazanien

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Felsbucht an der Pointe de la Calle

Die Informationen zu diesem Standort wurden mit grösster Sorgfalt 2012 erhoben. Trotzdem erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Solltest du Fehler finden, kontaktiere bitte den Autor Vielen Dank!