Kloster Silvacane

Kulturelle und historische Sehenswürdigkeit

Besuchszeit
30 min
Kirche
Park

Silvacane gehört, neben Sénanque und Le Thoronet, zu den drei grossen Zisterzienserklöstern der Provence. Es ist das jüngste der drei und auch das einzige, welches zur Gänze besucht werden kann, weil nach der französischen Revolution keine Ordensleute mehr zurückkehrten.

Es ist vor allem die doppelte Nacktheit der Mauern, die beeindruckt. Die Architektur der Zisterzienser ist grundsätzlich streng und kahl. Da die Gebäude ihrer Klosterfunktion entledigt sind, findet sich kein Möbel, welches die Wirkung der Geometrie der Architektur beeinträchtigen könnte.

Geschichte

Die Zisterzienser kamen 1144 aus Morimond (nordöstlich von Dijon) um hier Fuss zu fassen und sehr schnell den Aufschwung des Klosters herbeizuführen. Es wurden die Kirche und weitere Gebäude errichtet, auch eine Dependance wurde angelegt. Die Fürsten der Provence unterstützten die Mönche mit viel Geld.

Aber der Konflikt mit dem Kloster Montmajour bei Arles, kriegerische Auseinandersetzungen und schlechte Ernten schwächen die Gemeinschaft schon im 13. Jahrhundert. Das Ende kam mit schweren Überschwemmungen der Durance 1440. Das Kloster wurde verlassen und zu einer einfachen Pfarre. Die Hugenottenkriege setzten die Zerstörungen fort und nach der Revolution wurde die Anlage in einem Bauernhof umgewandelt.

Erst 1950 war es möglich, die Mauerreste wieder dem Staat zuzuführen und mit den Restaurierungen zu beginnen.

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Keine Vervielfältigung ohne schriftlicher Zustimmung des Autors zulässig. Die Erlaubnis zur Verwendung unter Provence-Guide.net wurde freundlicherweise am 26. September 2018 erteilt. (id2297)

Westliche Fassade der Klosterkirche von Silvacane

Beschreibung

Der ganze Bau ist aus grossen und fein gearbeiteten Quadern errichtet. Silvacane ist das Idealbeispiel der Zisterzienserarchitektur im Übergang vom romanischen zum gotischen Baustil. Die Rundbögen sind klassisch romanisch und die Kreuzrippengewölbe typisch gotisch.

Der Name des Klosters kommt vom Schilfgras (Silva Cannorum), welches früher im Überschwemmungsbereich der Durance wuchs.

Man kann die Klosterkirche, den Kreuzgang, den Kapitelsaal, den Schlafsaal und den Speisesaal besichtigen. All diese Gebäudeteile wurden im 13. Jahrhundert fertiggestellt.

Die Harmonie der Anlage wirkt besser, wenn man alleine in den Gebäuden ist. Obwohl Silvacane berühmt ist und viele Besucher kommen, klappt es durchaus nur mit wenigen anderen Leuten hier zu sein: in der Nebensaison früh nach der Öffnung um 10h oder an einem heissen Sommertag unmittelbar nach der Wiedereröffnung am Nachmittag um 14h. Der kleine Garten ermöglicht es, das Ensemble aus etwas Entfernung zu betrachten.

Wenn man aus dem Ensemble tritt und vor der Empfangshalle nach links geht, gelangt man an die Ostseite und sieht den Kirchturm besser.

Die Internetpräsenz der Abbaye de Silvacane listet aktuelle Öffnungszeiten und Preise auf.

Öffentliche Anreise

Das Kloster befindet sich östlich des Dorfs Roque-d'Anthéron. Zwei Buslinien starten im Dorf und kommen beim Kloster vorbei. Die Linie 250 fährt 20 Mal pro Tag (Sonntag nur 3x) nach Aix-en-Provence. Die Linie 252 führt nach Pertuis, dies 5 Mal pro Tag, jedoch nur von Montag bis Freitag. Mehr Information unter PACA Mobilité (auch deutsch), die Haltestelle heisst Silvacane (Roque d'Anthéron).

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Hauptschiff und Eingang der Klosterkirche von Silvacane im Weitwinkel

Anfahrt mit dem Auto

Der Standort befindet sich südlich des Lubéron-Massivs und südlich der Durance. Grob gesehen liegt der Kirchenbau auf halber Strecke zwischen Sénas im Westen und Pertuis bzw. Le-Puy-Sainte-Réparade im Osten.

Ein Parkplatz ist zwischen der Strasse und dem Eingang zum Kloster angelegt. Im Sommer ist er kostenpflichtig und leider für Autoeinbrüche bekannt.

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Zugang zum Kreuzgang, das Querschiff und der Kirchturm

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Blick von einem Seitenschiff zum anderen in der Klosterkirche

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Garten im Kreuzgang von Silvacane

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Kreuzgang in Silvacane

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Westgang des Klosterhofs in Silvacane

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Kreuzrippengewölbe zwischen zwei Kolonnen im Kapitelsaal

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Fenster im Saal der Mönche

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Südost-Ansicht von Silvacane

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Klosterkirche und das Wasserbecken von Silvacane

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Silvacane von Aussen gesehen

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Spitzgewölbe im Schlafsaal des Klosters Silvacane

Die Informationen zu diesem Standort wurden mit grösster Sorgfalt 2014 erhoben. Trotzdem erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Solltest du Fehler finden, kontaktiere bitte den Autor Vielen Dank!